Ubisoft bestätigt neue Projekte für Assassin’s Creed
Ubisoft bestätigt neue Assassin’s-Creed-Projekte und deutet für das laufende Jahr einen ruhigeren Zeitplan an.

Ubisoft hat bestätigt, dass neue Spiele für Assassin’s Creed in Arbeit sind. Das Unternehmen sagte, dass es mehrere Projekte in der Zukunft der Reihe gibt, machte aber auch deutlich, dass für das laufende Jahr ein ruhigerer Kalender als üblich zu erwarten ist. Dieses Bild zeigt, dass sich bei Assassin’s Creed weiter etwas bewegt, aber kurzfristig keine große Welle an Veröffentlichungen zu erwarten ist.
Drei Projekte stehen im Fahrplan der Reihe im Vordergrund
Zu den genannten Projekten rund um Assassin’s Creed gehören Codename Hexe, Jade und Invictus. Diese drei Spiele decken unterschiedliche Seiten der Reihe ab. Eines wird als dunkleres, erzählerisch geprägtes Erlebnis beschrieben, eines bewegt sich im Mobile-Bereich, und ein anderes fällt durch seinen Multiplayer-Fokus auf.
Für Codename Hexe gibt es derzeit weder ein konkretes Veröffentlichungsfenster noch Plattformangaben. Dennoch wurde das Projekt 2022 angekündigt, und laut Franchise-Content-Manager Jean Guesdon sollten Spieler ein „einzigartiges, dunkleres, narrativ fokussiertes Assassin’s-Creed-Erlebnis“ erwarten. Außerdem spielt das Spiel laut Angaben in einer kritischen historischen Epoche. Der Enthüllungstrailer und frühere Berichte verorten die Geschichte im Europa des 16. Jahrhunderts und im Umfeld der Hexenverfolgungen. In Leaks war zudem von magischen Fähigkeiten die Rede, bestätigt ist das allerdings nicht. Darüber hinaus deuten Führungswechsel und Gerüchte über interne Umstrukturierungen im Jahr 2026 darauf hin, dass sich das Projekt vom ursprünglichen Plan entfernt haben könnte.

Jade schlägt im Mobile-Bereich eine andere Richtung ein
Assassin’s Creed Jade wird als eines der auffälligsten Projekte auf der Mobile-Seite der Reihe beschrieben. Das Spiel entsteht für Android und iOS, soll aber auf den ersten Blick eher wie eine Konsolenproduktion wirken als wie ein typisches Handyspiel. Dieses Detail zeigt, dass das Projekt einen ambitionierteren Ansatz verfolgt als die mobile Vergangenheit der Serie.
Jade wurde erstmals 2022 angekündigt. 2023 wurde dann Gameplay gezeigt. Dabei sollen Parkour-, Stealth- und Nahkampfelemente enthalten gewesen sein, passend zu einem offenen Assassin’s-Creed-Format. Für das Spiel gab es bereits geschlossene Beta-Phasen, doch ein Termin für den vollständigen Release wurde bislang noch nicht genannt.
Auch inhaltlich gibt es einen klaren Rahmen. Das Spiel führt ins China der Qin-Dynastie und bietet ein Abenteuer im Jahr 215 v. Chr. Außerdem wird es möglich sein, auf der Großen Mauer Parkour zu machen und antike chinesische Städte zu erkunden. Zum ersten Mal in der Reihe kommt mit diesem Projekt auch ein vollständig anpassbarer Assassine ins Spiel.
Invictus wird der Multiplayer-Versuch von Assassin’s Creed
Assassin’s Creed Invictus bleibt bislang eines der rätselhaftesten Projekte der Serie. Für das Spiel wurden weder ein Veröffentlichungsfenster noch Plattformen genannt. Dennoch ist eines klar: Invictus wird ein PvP-orientiertes Assassin’s-Creed-Erlebnis, das von einem speziellen Team innerhalb von Ubisoft Montreal entwickelt wird, das bereits For Honor-Erfahrung mitbringt.
Wie das Spiel genau aufgebaut sein wird, ist weiterhin unklar. Zu Story, Charakteren und Setting wurden noch keine Details veröffentlicht. Einige Gerüchte behaupteten, es handle sich um ein Assassin’s Creed im Stil von Fall Guys oder um ein Spiel mit einer Optik ähnlich wie Fortnite. Jean Guesdon sagte jedoch, dass Invictus nicht genau dem entspreche, was diese Gerüchte beschreiben. Das deutet darauf hin, dass das Projekt derzeit anders angelegt ist, als es von außen wirkt.
Multiplayer ist in der Reihe allerdings nichts völlig Neues. In Brotherhood gab es PvP-Modi, Black Flag bot ähnliche Inhalte, und Unity brachte kooperative Mehrspieler-Missionen mit. Invictus wirkt wie eine neue Interpretation dieser Linie.
Ubisoft zeichnet für den Rest des Jahres ein ruhigeres Bild
Ein weiterer wichtiger Punkt der Aussage von Ubisoft betrifft den Zeitplan. Das Unternehmen bestätigte zwar, dass an neuen Assassin’s-Creed-Projekten gearbeitet wird, erklärte aber auch, dass dieses Jahr nicht so vollgepackt sein dürfte wie viele andere. Das heißt: Die Zukunft der Reihe ist klar geplant, aber kurzfristig sind keine Veröffentlichungen Schlag auf Schlag zu erwarten.
Das ist nicht nur für Assassin’s Creed bemerkenswert, sondern auch für Ubisofts allgemeine Spielestrategie. Einerseits hält das Unternehmen neue Projekte in der Pipeline, andererseits streckt es deren Veröffentlichung über einen längeren Zeitraum. So entwickelt sich die lange Geschichte der Marke, die 2027 auf 20 Jahre zuläuft, eher zu einer schrittweise geöffneten Roadmap als zu einem einzelnen großen Release-Feuerwerk.
Auch inhaltlich lässt sich das Bild gut zusammenfassen: Hexe steht für ein dunkleres, erzählerisch geprägtes Erlebnis, Jade für eine größere Mobile-Ausweitung und Invictus für den nächsten Test im Multiplayer-Bereich. Der von Ubisoft bestätigte Plan zeigt, dass Assassin’s Creed nicht auf ein einzelnes Spiel setzt, sondern auf eine langfristige Zukunft in unterschiedlichen Formaten.