Auffällige Demos beim Steam Next Fest in einer einzigen Bühne versammelt
Die Juni-Ausgabe des Steam Next Fest brachte starke Demos aus verschiedenen Genres in einer einzigen Bühne zusammen.

Die Juni-2026-Ausgabe des Steam Next Fest brachte Demos und erste Eindrücke aus ganz unterschiedlichen Genres auf eine gemeinsame Bühne. Zu den Highlights des Festivals gehörten Singleplayer-Action-RPGs, Co-op-Projekte, Musiksimulationen und taktisch ausgerichtete Roguelike-Versuche. Damit der Fokus nicht verloren geht, lohnt es sich, diese Auswahl unter einem Dach zu bündeln; denn die auffälligen Spiele hatten vor allem eines gemeinsam: Sie gaben den Spielerinnen und Spielern die Möglichkeit, schon früh direkt über Early Access oder eine Demo einzusteigen.
Das Kampfsystem stand im Action-RPG-Bereich im Mittelpunkt

Einer der meistdiskutierten Titel in dieser Auswahl war zunächst Sword Sage: Awakening. Das Spiel fiel mit einem von Bruce Lee inspirierten Kampfsystem auf und zog Aufmerksamkeit auf sich, weil es klassische Action-RPG-Gewohnheiten schnell aufbricht. Das auf Ausweichen und Konterangriffe ausgelegte System machte die Soulslike-Ausrichtung des Spiels deutlich. Schon der erste Eindruck sendete eine klare Botschaft: Hier sind Timing und Reflexe genauso entscheidend wie reine Angriffskraft.
Monster Fantasy bot beim selben Festival einen deutlich entspannteren Ton. In der sehr frühen Version des Spiels wurden den Spielerinnen und Spielern zwei unterschiedliche Wege eröffnet. Wer wollte, konnte sich auf die Jagd nach riesigen Kreaturen konzentrieren; wer lieber ruhiger spielte, blieb beim Sammeln von Käfern und dem Aufbau eines friedlichen Lebens mit den Dorfbewohnern. Diese Struktur erlaubte es, innerhalb einer einzigen Demo verschiedene Spielrhythmen auszuprobieren. Genau hier wurde die Vielfalt der Festival-Auswahl sichtbar.
Hundred Nights: DIFU hob sich vor allem durch seine Eröffnungs-Tutorials ab. Das Spiel verbindet chinesische Mythologie mit einer sarkastischen, an Two Point erinnernden Interpretation und bietet die Idee, die eigene Hölle selbst zu erschaffen. Das Thema, ankommende Seelen zu bestrafen, setzte einen anderen Ton als viele der ernsteren Titel des Festivals. Dass so unterschiedliche Projekte in einem einzigen Event nebeneinander standen, beschreibt den Charakter des Steam Next Fest sehr gut.
Co-op und Extraction prägten die härtere Seite des Festivals
Einer der deutlichsten Spannungsfaktoren in der Steam-Next-Fest-Auswahl war Mistfall Hunter. Das Spiel verbindet Co-op-Fortschritt, PvPvE-Begegnungen und Extraction-Mechaniken mit Soulslike-Kampf. Die Struktur in der offenen Beta zwingt die Spieler dazu, gefährliche Gebiete zu betreten, Beute zu sammeln und lebend wieder herauszukommen. Je größer das Risiko, desto höher auch die Anspannung. Besonders das auf den Nahkampf in der Third-Person-Perspektive ausgerichtete System stach als Merkmal heraus, das das Spiel von Genre-Kollegen unterscheidet. In einer Zeit, in der Diskussionen wie Marathon’un ilk izlenim sorunu, Bungie’nin asıl sınavını gizlemiyor häufiger werden, ziehen unterschiedliche Interpretationen des Extraction-Formats noch mehr Aufmerksamkeit auf sich.
Der auffälligste Aspekt von Mistfall Hunter war, dass nicht nur Konkurrenz, sondern auch Teamharmonie im Mittelpunkt stand. Die Idee, Fortschritt durch das Kombinieren von Klassenfähigkeiten zu erzielen, erhöhte den Druck bis zum Moment der Extraktion. Auch die düstere Fantasy-Atmosphäre unterstützte dieses System. Zerstörte Königreiche, verderbte Kreaturen und Festungen bildeten den Rahmen, der in der Demo sichtbar wurde.
Solis: Tales of Tortuga ging den Co-op-Weg von einer deutlich sanfteren Seite an. Das von Buff Buff Studios entwickelte Spiel bot ein Puzzle-Plattformer-Erlebnis, in dem der Mensch Nina und der Roboter RAM zusammenarbeiten. Hier lag der Fokus nicht auf Konflikt, sondern auf Kommunikation. Das Spiel unterstützt lokalen wie auch Online-Co-op und spielt in einer Solarpunk-Welt, die auf nachhaltiger Technologie basiert. Die unterschiedlichen Fähigkeiten der Figuren waren der Schlüssel zum Lösen der Umgebungsrätsel.
Diese beiden Spiele standen im selben Festival für entgegengesetzte Pole. Das eine setzte auf Risiko, Flucht und Todesspannung. Das andere auf Zusammenarbeit und gemeinsame Problemlösung. Genau darin lag die Stärke des Steam Next Fest: In einem einzigen Event waren so unterschiedliche Spielrhythmen gleichzeitig zu erleben.
Auch Musik- und Puzzle-Demos fanden ihren Platz in der Schau
Offbeat gehörte zu den ungewöhnlichsten Titeln der Auswahl. Die von Whetstone Games entwickelte Musikproduktions-Simulation forderte die Spieler auf, ihr eigenes Tonstudio aufzubauen. Musikobjekte zu sammeln, Aufträge zu erledigen und echte Musik mit der Welt zu teilen, gehörte zu den Kernelementen dieses Loops. Das Spiel stand kurz vor dem Early Access auf Steam, während auch die Demo bereits verfügbar war. Das zeigte, dass das Festival nicht nur erste Eindrücke lieferte, sondern auch eine direkte Testmöglichkeit bot.
Der Reiz dieses Konzepts liegt in seiner klaren Ausrichtung. Offbeat basiert nicht auf Action oder Konfrontation, sondern auf Produktion und Organisation. Deshalb stand es beim Next Fest in einer ganz eigenen Kategorie. Manche Demos setzten auf Tempo und Druck. Andere auf ein ruhigeres, schrittweises Fortschreiten. Offbeat gehörte eindeutig zur zweiten Gruppe.

Die Vielfalt des Festivals machte auch sichtbar, wie nahe sich Genres inzwischen kommen. Die Auswahl für den Roguelike- und Roguelite-Bereich zeigte deutlich, wie unterschiedliche Konzepte im selben Event nebeneinander bestehen können. Ascenders: Beyond the Peak, das eine gefährliche Klettertour mit einer Alpinisten-Gruppe thematisiert, Shroom and Gloom mit seinem Dual-Deck-System, Guncrypt mit dem Fokus auf Waffen-Setups und das kooperative Sci-Fi-Bullet-Hell-Spiel MineGeon: Renegades gehörten zu diesem breiten Spektrum. Alle waren im selben Festival-Fenster vertreten, aber mit ganz unterschiedlichen Designideen.
Die Juni-2026-Ausgabe des Steam Next Fest funktionierte deshalb nicht wie eine einfache „Demo-Liste“, sondern eher wie eine kleine Genre-Karte. Action-RPG, Extraction, Co-op-Puzzle, Musiksimulation und Roguelike-Linien wurden auf derselben Bühne zusammengeführt. Der eigentliche Wert für die Spieler lag genau darin. Statt nur ein Termin im Festival-Kalender zu sein, wurde daraus ein kurzer, aber dichter Zwischenstopp, der zeigte, wohin sich frühe, auffällige Spiele entwickeln könnten.
Quellen
- https://www.ign.com/videos/sword-sage-awakening-the-first-preview
- https://www.ign.com/videos/monster-fantasy-the-first-preview
- https://www.ign.com/videos/hundred-nights-difu-the-first-preview
- https://www.pcgamer.com/games/rpg/mistfall-hunters-demo-might-finally-convince-me-a-souls-sicko-to-give-extraction-games-a-proper-go-even-if-its-more-modern-god-of-war-than-nightreign/
- https://www.ign.com/videos/offbeat-official-gameplay-trailer
- https://rogueliker.com/https-rogueliker-com-steam-next-fest-june-2026-roguelike-demos/
- https://80.lv/articles/this-new-co-op-dark-fantasy-rpg-is-like-elden-ring-meets-arc-raiders
- https://www.ign.com/videos/solis-tales-of-tortuga-official-announcement-trailer